Grundlagen der Soziologischen Theorie: Band 2: Garfinkel – by Wolfgang Ludwig Schneider

By Wolfgang Ludwig Schneider

Theorien, so die Voraussetzung, von der sich diese Darstellung leiten lässt, sind nicht einfach als eine Menge von Begriffen und Aussagen über die Welt zu begreifen. Sie müssen vielmehr verstanden und dargestellt werden als Antwortversuche auf bestimmte Bezugsprobleme. Die Einführung legt deshalb besonderes Gewicht darauf, den Problemkontext der verschiedenen theoretischen Beiträge genau zu rekonstruieren, die zentralen Begriffe jeder Theorie aus diesem Problemkontext abzuleiten und die Problemverschiebungen klar zu markieren, die sich beim Übergang vom einen zum anderen Ansatz ergeben. Ziel des Autors ist es, auf diese Weise nicht nur die verschiedenen Theorien vorzustellen, sondern auch einen Einblick in die jeweilige Methodik der Theoriekonstruktion zu geben.

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Sie wäre nur innerhalb einer universa/en lnterpretatiomgemeinschaft möglich, die solche Differenzen aufhebt. Dies war, wie hier zu erinnern, die Idee und der utopische Gehalt der Meadschen Theorie. 1. GARFINKELS ETHNOMETIIODOLOGIE 39 fungieren als kognitiver Rahmen, der über die situationsspezifische Deutung und Anwendung von Normen entscheidet. Die Lösung des Ordnungsproblems verlagert sich damit immer mehr in die kognitive Sphäre hinein, wird die intersubjektiv übereinstimmende Deutung und Anwendung von Normen doch wesentlich von gemeinsamgeteilten Wissensgrundlagen abhängig.

19 Der Begriff "Ideologie" bezieht sich bei Parsons "auf ein System von Ü berzeugungen, das von den Mitgliedern einer Geme inschaft (colleetivity) gemeinsam geteilt wird " (parsons 1951,349). 40 6 . DAS INTERSUBJEKTIVIT ÄTSPROBLEM ALS BEZUG SPRO BLEM EMPIRISCHER ANALYSE Die Verbindung von Interessen, Überzeugungen und Norminterpretationen unterminiert die Bedeutung der Internalisierungsthese auf besonders gravierende Weise, soU Internalisierung doch gerade als Sicherung gegen ausschliefslich interessenorientiertes Handeln wirksam werden.

Dieser Sachverhalt hat auch methodologische Folgen: Die zuver1ässige Ermittlung von Differenzen der skizzierten Art ist nur möglich, wenn der Prozef der situationsgebundenen Interpretation und Anwendung von Normen untersucht wird. Empirische Untersuchungen, die nur die Zustimmung zu allgemein formulierten Normen und Wertvorstellungen erheben, sind deshalb ein unzureichendes Instrument, urn die real fungierenden Orientierungsmuster von Akteuren und Gemeinschaften zu rekonstruieren. Norrnative Regeln fungieren als Prämissen für die Interpretation von Handlungen.

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