Diskursanalysen 2: Institution Universität by Friedrich A. Kittler, Manfred Schneider, Samuel Weber

By Friedrich A. Kittler, Manfred Schneider, Samuel Weber

Die Beiträge dieses Bandes lenken den Blick auf einen blinden Fleck universitärer Selbsterkenntnis: auf die von außen diktierten Bedingungen, denen zumal die Geisteswissenschaften stets unterliegen, ohne sich darüber Rechenschaft abzulegen. Königliche Erlasse, institutionelle Praktiken, wechselnde technische criteria regulieren die Zugänge zu den Gegenständen und Erkenntnissen von Philosophen, Psychologen, Philologen, Sprachen, Paradigmen, Adressatenund Übertragungsgeschwindigkeiten des Wissens liegen außerhalb professoraler Souveränitäten. Die in ganz unterschiedliche historische Perspektiven einführenden Beiträge bieten daher keine akademischen Selbstreflexionen, sondern Diskursanalysen universitärer Geltungsansprüche.

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Der natürliche Mensch ist ein in sich vollendetes Ganzes, er darf nicht fremden Zwecken dienstbar gemacht werden. 74 Auch im intellektuellen Bereich soll der Mensch frei sein, sich selbst zu bestimmen. Diese Werte entwickelt Rousseau nicht nur als Botschaft an den Leser aus der Distanz des Autors, sondern in der unentrinnbaren Nähe einer konkreten menschlichen Beziehung. Er erzählt die Beziehung zwischen Erzieher und Zögling, darin liegt die schreckliche Genialität seines Buches. Wenn mir die frohe Botschaft "Sei freil" von einem Menschen zukommt, der größer und mächtiger ist als ich, und mit dem ich nicht nicht zusammenleben kann, so verändert die Botschaft ihren Charakter und führt zu einer dauernden Verhaftung.

Die Pointe In Friedrichs 11. Version bildet der unphilosophische Zorn des Professors über die Zumutung - tatsächlich hielt Georg Friedrich Meier In Halle 1754 seine Vorlesung über Lockes Essay concerning human under- 33 standing vor vier Zuhörern, von denen einer jener Freiherr von Zedlitz war, dem Kant später die Kritik der reinen Vernunft widmete. Die antikisierenden wie die modernisierenden Reformwünsche laufen in dem Ziel zusammen, die Bildungsanstalten so zu organisieren, daß die aus ihnen Hervorgehenden leistungsfähiger werden.

Am 24. August 1770 legt die Universität weisungsgemäß den Entwurf des Vorlesungsverzeichnisses für das Wintersemester 1770/71 vor, allerdings ohne Zeitangaben für die Privatvorlesungen, weil diese nach Vereinbarung mit den interessierten Hörern festgesetzt würden. Die theologische Fakultät nimmt es auf sich, die Schwierigkeiten der Privatvorlesung zu entwickeln 4': einerseits seien die Studenten gar nicht daran interessiert, weil sie entweder bloß Dorfschulmeister werden wollten, oder nebenher arbeiten müßten, nämlich als Hofmeister, so daß sie weder Zeit noch Geld dafür übrig hätten - und andererseits müßten die Professoren so viele kirchliche und andere Zusatzarbeiten verrichten, um ihr geringes Gehalt aufzubessern, daß sie mit Nebentätigkeiten überlastet seien.

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