Die westeuropäischen Gesellschaften im Vergleich by Stefan Hradil, Stefan Immerfall

By Stefan Hradil, Stefan Immerfall

Die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Beziehungen zwi schen den Uindem Europas sind in den vergangenen Jahren irnmer enger ge worden. Die Menschen sind sieh dieser Verflochtenheit auch bewuJ3t. Der Bedarf an verliilllichen Informationen liber die Lander Europas wachst. Die Nachfrage von Firmen und BehOrden, von Regierungen und Biirgem, von Lehrenden und Studierenden nach "europaischem" Wissen nirnmt zu. Ihnen geht es nieht nur urn statistische Daten. Gefragt sind Zusarnmenhange, Ursa chen und Entwieklungstendenzen, typische Probleme und Problemlosungen, zugleich allgemeinverstandlich formuliert und wissenschaftlich fundiert dar geboten. Diesem Verlangen will der vorliegende Band entsprechen. Seine Entstehung geht auf den 26. KongreB der Deutschen Gesellsehaft fUr Soziologie zuruck. Er trug den Titel "Lebensverhaltnisse und soziale Kon flikte im neuen Europa" und fand im Jahre 1992 in Dlisseldorf statt. Dort stellte sich bald heraus, daB weder Fachleute noch die interessierte Offent lichkeit liber wichtige Gesellschaftsstrukturen europaischer Lander genligend Bescheid wuJ3ten. Es gab einfach keine zufriedenstellende, urnfassende In formationsquelle zum europaisehen Gesellschaftsvergleieh. Damals beschlos sen wir, einen Band zu erstellen, der, jenseits des Computerkellers und dies seits des Feuilletons" einen soliden soziologischen Uberblick liber Gemein samkeiten und Unterschiede der westeuropiiischen Gesellschaften verschaffen sollte. Der Kreis der einbezogenen Lander sollte sieh im wesentlichen auf die Gesellsehaften der Europaischen Union erstreeken. Das sehloB nieht aus, no tigenfalls Vergleiche liber die ecu hinaus nach den united states, naeh Japan oder nach Mittel-Osteuropa anzustellen, sich andererseits auf typische Lander der ecu zu konzentrieren. Notig waren diese Informationen zweifellos.

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Die Europaisierung des geographischen Erfahrungsraums der Europaer Wie sieh die Erfahrungen der Europaer irn 20. lahrhundert veranderten, ist bisher nieht griindlich untersueht worden. Es bleibt noch viel zu tun. Es sieht jedoch ganz so aus, als ob es auch in den Erfahrungen anderer europaischer Lander durch Europaer seit den 50er lahren zu einern grundlegenden Urnbrueh karn und sich der geographisehe Erfahrungsraurn der Europaer in seinern Grundcharakter anderte und europaisierte. Bis ungefahr zur Mitte des 20.

Urn 1990 haben die privaten Konsurneinkommen per capita in Portugal immerhin ein Niveau von zwei Dritteln des europaischen Durchschnitts erreicht. Italien als Ganzes liegt in keiner Weise mehr hinter dem europaischen Durchschnitt zurUck. Eine ahnliche Abmilderung von in den 50er und 1960er Jahren noch enormen Unterschieden laBt sich bei den zentralen Indikatoren des Lebensstandards, in der Qualitat der Wohnungen, in der Anzahl der Telefone, der Femsehapparate, der Kiihlschrlinke, der Autos pro Kopf der Bevolkerung erkennen.

S Eine letzte Gemeinsamkeit, die hier erwlihnt sei, wei! sie ebenfalls schon etwas genauer erforscht wurde, sind europaische Besonderheiten der MassenkonsumgeseHsehaft. Mit Massenkonsumgesellschaft meint man meist die Kommerzialisierung der ursprunglich oft noeh pers5nlichen Beziehungen zwischen Konsumenten und Produzenten, die Durchsetzung von standardisierten Konsumgiltern, die Herauslagerung der Produktion aus den Haushalten, den starken Riickgang der relativen privaten Haushaltsausgaben fUr Nahrungsmittel und Kleidung und die starke Zunahme der Investitionsausgaben im Haushalt; die Durchsetzung einheitlicherer Konsumweisen und die Abschwachung von Konsumunterschieden zwischen Sozialmilieus, aber auch zwischen Regionen und Nationen und schlief31ich die grundlegende Verlinderung der Debatte tiber den Konsum, der Obergang von der kulturkritischen zur umweltkritischen Debatte.

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