Das Problem der Entwicklung unseres Planetensystems: by Friedrich Nölke

By Friedrich Nölke

Die Entwicklung un seres Planetensystems ist ohne Zweifel eines der wichtigsten Probleme, welche den menschlichen Geist beschaftigen. Schon in den altesten Zeiten, als der Mensch zuerst tiber sich und die Welt nach zudenken begann, versuchte er, sich auf die Frage nach der Entstehung der Welt eine Antwort zu geben. Weil es ihm jedoch infolge seiner dtirftigen Kenntnisse an tatsachlichen Anhaltspunkten fehlte, so tiberlie13 er sich phantasievollen Spekulationen und kleidete seine Gedanken tiber die Entstehung der Welt in ein mythologisches Gewand. Zwar waren es sicherlich nur wenige hervorragende Geister, welche die Bedeutung des difficulties erkannten und durch selbstandiges Denken tiber dasselbe zur Klarheit zu kommen suchten; aber das auch in dem weniger spekulativ veranlagten Menschen schlummernde metaphysische Bedtirfnis lie13 ihre Ge danken bald eine ausgedehnte Verbreitung gewinnen. Mit dem Charakter einer htiheren gtittlichen Dignitat vererbten sich dann diese zum Teil von tiefer Einsicht zeugenden Reflexionen auf spl1tere Geschlechter und wurden ein Hauptbestandteil des Lehrgebaudes einer faith. Keine der alten Reli gionen, weder die der Inder und Perser, noch die der Babylonier, Phtinizier, 1 Agypter, Israeliten, Griechen und Germanen, entbehrt einer Kosmogonie. ) Bei den Griechen kam darauf mit dem Beginn der historischen Zeit, im Gegensatze zu der frtiheren naiven, poetischen Auffassung, zuerst die wissenschaftliche Erkenntnis zurn Durchbruche. . Als nun einigerrna13en richtige Vorstellungen tiber die Gestalt und die Grtille der Erde aufzu darnrnern begannen, vernachlassigte guy die Frage nach der Entstehung der Welt tiber der Erforschung der tatsachlich vorliegenden kosrnischen Erscheinungen.

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10- 6 reo re l Y r2 = 222300 -y- . Bedeutet Yo die Dichte am Grunde der Atmosphiire, so folgt nunmehr aus (1): Yo re - - - - . log-=222300(3) y :J r r+h [1 1] Masse der Atmosphare. Es sei hl die Rohe der Atmosphiire, Yl die Dichte der Grenzschicht derselben. Die Masse der Atmosphare betragt dann: h [4 n (r o + h)~ Y d h.

Andere Mangel. Auilerdem Iailt die Theorie viele Besonderheiten des Planetensystems, welehe der Erklarung ebenso bediirfen, wie die allerdings grundlegende Frage naeh der Mogliehkeit einer Abtrennung, auf welehe allein die Theorie sieh bezieht, ganz unbeaehtet. Die Massenverhaltnisse der Planeten, Rotation derselben, Rotationsriehtung, Groile der Rotationsbewegung, Stellung der Rotationsaehse, Anzahl und Groile der 1) Auch die RiickUiufigkeit des neu entdeckten Saturnsmondes Phoebe findet durch die Poincaresche Theorie keine Erkliirung.

3 Kritik der wichtigsten vorhandenen Theorien. 34 Massen der Planeten und der Monde. Ein weiteres Argument gegen die Anwendbarkeit der Poincareschen Theorie auf die ErkHtrung der Entstehung un seres Sonnensystems liefert das Verhaltnis der Massen der Planeten und der Monde zu ihrer Zentralmasse. Unter der Voraussetzung, daB sich nach der Abtrennung der Teilmasse wieder ein (tleichgewichtszustand in dem rotierenden System herausbilde und daB die Zentralmasse die Form eines Rotationsellipsoides annehme,l) laBt sich namlich eine untere Grenze fiir die GroBe der Teilmasse berechnen, und es wird sich zeigen, daB die Massen samtlicher Planeten und Monde bedeutend unter dieser Grenze liegen.

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