Das dopaminerge Verstärkungssystem: Funktion, Interaktion by Andreas Heinz

By Andreas Heinz

Die dopaminerge Neurotransmission ist von zentraler Bedeutung für die Regulierung motivierter Verhaltensweisen beim Menschen und wird durch so elementare Reize wie Nahrungsaufnahme und Sexualität angesprochen. Unterschiedliche Störungen der dopaminergen Transmission wurden bei der Schizophrenie, den Abhängigkeitserkrankungen und den extrapyramidalmotorischen Erkrankungen beschrieben. Gemeinsam ist diesen Theorien die Annahme, dass die dopaminerge Funktionsstörung entweder das Erleben lustvoller Erfahrungen oder die Erwartung anstehender Belohnungen und damit die Motivation zu zielgerichteten Verhaltensweisen beeinträchtigt. Im vorliegenden Band werden die jeweiligen Annahmen über eine dopaminerge Funktionsstörung bei Patienten mit Schizophrenie, Alkoholabhängigkeit und extrapyramidalmotorischen Erkrankungen diskutiert und in Bezug zu eigenen Befunden gesetzt.

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Die jeweils vor der GH-AusschUttung konsumierte Alkoholmenge war zwar gering und erfolgte meist einige Tage vor der cndokrinologischen Untersuchung, so dass der Effekt auf die GH-Ausschüttung wahrschein lich gering ist. , 1995). Befunde anderer Arbe itsgrup pen stiltzen die Annahme, dass einige alkoholabhängige Patienten mit langer Krankheitsdauer eine persistierende Hyposensitivität zentraler Dopam inrezeptoren aufwe isen. So fanden Batldin et al. (1992; 1993) eine reduzierte Sensitivität zentraler DopaminrezeplOren nach zwcimonatiger und 2 Bedeutung und psydlopathologisdle Korrelate einer dopaminergen Dysfunktion bei alkoholabhängigen Patienten 31 durchschnittlich siebenjähriger Abstinenz.

6 PJymopatflolo9isdle Korrelate der HypoJef1sitiYität zentraler dopaminerger Rezeptoren 1996a). "Hann Avoidance" scheint somit kaum das Kriterium eines stabi len Persönlichkeitsmerkmals zu erfUllen, sondern spiegelt eher die Stimmungslage wieder; bei depressiven oder ängstlichen Patienten ist entsprechend die Tendenz zur "Schadensvenneidung" stärker ausgeprägt. Es mag gerade diese Tendenz zu vorsichtigem Verhalten sein, die die etwas depressiveren und ängstlicheren Patienten im Beobachtungszeitraum vor dem Rückfall bewahrt hat (Heinz et aL, 1996a).

Gigtn Patitnten 13 tag sowie nach einer Woche Abstinenz bestimmt. Nach Apomorphingabe steigt die GH-Ausschüttung bei gesunden Kontrollpersonen etwa um das zwanzigfache an (Abb. 4). Um bei Alkoholabhängigen eine mögliche Konfund ierung durch entzugsbedingte Störungen der GH-Ausschüttung feststellen zu können, wurde doppelblind bei einem Drittel alter Patienten Placebo statt Apomorphin verabreicht. , 1996a). Somit ist der nach Apomorphingabe beobachtete Anstieg der GH-Aussch Uttung auch bei Alkoholabhängigen auf die Medikamentenwirkung selbst zurückzufilhren.

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