Bedingungen der Akzeptanz von Reform by Carl Peter Kleidat

By Carl Peter Kleidat

Show description

Read Online or Download Bedingungen der Akzeptanz von Reform PDF

Similar german_2 books

Die Fotoschule in Bildern: Naturfotografie

Die Naturfotografie ist ein überaus abwechslungsreiches style von den ganz großen Landschaften bis zu den kleinsten Strukturen im Makrobereich. Damit Sie einen leichten Einstieg in dieses faszinierende style finden, haben die Autoren ihre Archive geöffnet, und zeigen Ihnen ihre gelungensten Bilder. Dieses Buch ist aber viel mehr als ein Bildband, es ist natural Fotopraxis: Hier sehen Sie nicht nur viele inspirierende Bilder, sondern Sie erfahren auch gleich, wie die Fotografen zu dem gezeigten Ergebnis gekommen sind, und wie Sie selbst die Bilder nachfotografieren können.

Extra info for Bedingungen der Akzeptanz von Reform

Sample text

Allerdings wird die Alternative „Liquidation und Neugründung“ wahrscheinlicher, wenn der primäre funktionssystemspezifische Bezug gewechselt werden soll, so dass es beispielsweise „(…) selten vorkommen wird, daß ein System von der Fürsorge für verwaiste Kinder zum Betrieb einer Erdbeerplantage übergeht (…)“ (Luhmann 1973, 212). “). Die Änderbarkeit von Selbstbeschreibungen endet logischerweise immer genau dann, wenn sich eine Organisation durch Aufhebung der Intern-/Extern-Differenz nicht mehr wiedererkennt, die Abgrenzung fremden Organisierens nicht mehr gelingt und ein Identitätswechsel vollzogen wird.

Es kann bei Reformen nicht um einen Direktzugriff auf Entscheidungsoperationen in der Zukunft gehen. Auf der operativen Ebene der Entscheidungen ist die Organisation von Moment zu Moment neu, und Änderungen der Organisation können sich nicht auf etwas richten, was durch die Gleichzeitigkeit von Auftreten und Vergehen ausgezeichnet ist, sondern nur auf das, was über den Moment hinaus Zusammenhänge zwischen Entscheidungsereignissen erzeugt. Die Bezugspunkte von Reformentscheidungen können also ausschließlich die Strukturen der Organisation sein (Luhmann 2000b, 331; Hasse/Japp 1997, 148).

Die Entscheidung, sich zu reformieren, ist immer eine Entscheidung der reformierenden Organisation. Aber die Ideen der Reform kann die reformierende Organisation sich selbst oder anderen zurechnen. Im Fall der Fremdzurechnung von Reformvorschlägen können sich Organisationen auf individualisierte andere Organisationen beziehen oder auf „Reformmodelle“, die sich als Diskurs von spezifischen Organisationen entkoppelt haben. Die Unterscheidung von Reform und Reformdiskurs ist nun nicht nur in organisationaler Kommunikation zu beobachten, sondern auch in Reformdiskursen.

Download PDF sample

Rated 4.57 of 5 – based on 40 votes